Omnien ist ein theokratisches Land, dessen Bewohner die Kraft ihres Glaubens dem Stiergott
Om zur Verfügung stellen. Die Kirche steht hier klar über dem Adel und der Stiergott Om
über allem.
Der Omnische Adel dient der Kirche und Verwaltet deren Ländereien, auch wenn das Recht
das Land zu verwalten und sonstige Privilegien zwar innerhalb einer Adelsfamilie erblich
sind, so ist es letztlich die Kirche welche darüber entscheidet, ob der von einem Adelshaus
benannte Erbe auch wirklich tauglich ist oder nicht vielleicht ein anderer Verwandter besser
geeignet wäre.
Ähnlich verhält es sich mit dem Imperator, zwar werden solche Ämter und Privilegien auf
Lebenszeit verliehen, doch das letzte Wort des Klerus sorgt dafür, dass es hin und wieder
mehr als nur einen Anwärter auf die Nachfolge einer Baronie gibt und insbesondere die
Nachfolge des Imperators ist stets ein Wettkampf, nicht nur innerhalb seiner Familie sondern
unter den Adelshäusern allgemein. Die sogenannten Enfanten, potentielle Nachfolger des
Imperators, stehen im ständigen Wettstreit miteinander um die Gunst der Kirche und auch des
aktuellen Imperators, denn auch dessen Fürsprache für den ein oder anderen Kandidaten hat
Gewicht, wenn es um die Ernennung des nächsten Imperators geht. Natürlich schützt eine solche
Nachfolgeregelung allein nicht davor, dass der eine oder andere Adlige die Machtfrage
gegenüber der Kirche stellt und es zu einem internen Konflikt kommen kann. Der Glaube der
Bevölkerung, um welchen der Klerus stets bemüht ist, stellt eine weitere Hemmschwelle für
einen Adligen dar, denn auch wenn dieser noch so mächtig ist, kann sich gegen Om zu
wenden, ihn jederzeit die Gefolgschaft seiner Untertanen kosten.
Um den internen Frieden sicher zu stellen unterhält die Omnische Kirche daher nicht nur
eigene Streitkräfte, sondern hat auch Zugriff auf die Streitkräfte der Adligen und mischt sich
aktiv in deren Ausbildung und Struktur ein. So ist es üblich das die Soldaten ihren Eid nicht
etwa gegenüber dem Adligen leisten sondern gegenüber dem örtlichen Hüter der Omnischen
Kirche und die Soldaten dann lediglich dem Adligen zur Verfügung gestellt werden, um die
Interessen der Kirche umzusetzen. Zudem sind die Hüter und auch Gefährten der Kirche
direkte Ansprechpartner der Soldaten und häufig sogar deren Ausbilder und Kameraden im
Kampf. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass ein rebellierender Adliger sich nie gänzlich
der Unterstützung seiner eigenen Soldaten, gar seiner eigenen Leibgarde sicher sein kann, so
mal es nicht selten vorkommt, dass ein Adliger oder seine Söhne selbst von treuen Gläubigen
ausgebildet werden oder diese als Mentoren haben. Ein Umstand, auf den die Kirche viel
Wert legt und natürlich die eigenen Chancen auf die Nachfolge maßgeblich erhöht, wenn man
seinen engsten Kreis mit treuen Gläubigen oder gar Mitgliedern des Klerus besetzt.
Der Klerus selbst ist Hierarschich strukturiert. Ganz unten stehen die Novizen, zwar sind sie
Teil des Klerus, jedoch befinden sie sich noch in ihrer Ausbildung. Ist diese abgeschlossen
und der Novize wird als „reif“ erachtet, so steigt er Unabhängig von der Art seiner
Ausbildung bzw. Tätigkeit innerhalb der Kirche zum Weidbruder/ zur Weidschwester auf.
Die Weidbrüder und Schwestern sind vollwertige Mitglieder des Klerus und stellen den
Großteil aller Mitglieder.
Über den Weidbrüdern und Schwestern stehen die sogenannten Flurpriester. Sie sind die
Vorsteher von Gemeinden, haben meistens mehrere Brüder und Schwestern unter sich und
erfüllen neben der Anleitung von Riten und der Rechtsprechung oft auch organisatorische
Aufgaben. Die Flurpriester zeichnen sich durch einen besonders festen Glauben und
besondere Verdienste oder ein hohes Maß an Erfahrung innerhalb der Kirche aus, weshalb sie
häufig auch Missionarische Tätigkeiten übernehmen oder diese koordinieren. In der Regel
stellen Flurpriester die Pracht Om’s auch durch ihr eigenes Erscheinungsbild dar, weshalb sie
zuweilen Schmuck oder auch aufwändige Gewänder tragen um Om zu preisen und seine
Größe zu Schau zu stellen, jedoch kann es – je nach Ordenszugehörigkeit – auch solche geben
die bewusst schlicht auftreten, so wie die Weidbrüder und Schwestern um die
Bodenständigkeit und die Verbindung zu Om durch Fleiß und harte Arbeit zu symbolisieren.
Über den Flurpriestern und an der Spitze des Klerus stehen die sogenannten Hornträger. Ein
Hornträger oder eine Hornträgerin ist in Verantwortung und Einfluss vergleichbar mit den
Baronen oder Herzögen anderer Länder. Sie sind die tatsächlichen Herrscher Omniens und
regelmäßig kommen sie zusammen um in einem Konzil die Stimme Oms zu bilden und auf
diese Weise in Abstimmungen über das Schicksal Omniens zu entscheiden und wenn die Zeit
reif ist unter anderem auch darüber, wer das nächste formale Oberhaupt Omniens, wer der
nächste Imperator wird.
Eine gewisse Sonderrolle nehmen die Inquisitoren ein, sie stehen auf einer Stufe mit den
Hornträgern und sind ebenfalls Teil der Stimme Oms, doch widmen sie ihr Leben voll und
ganz dem bewaffneten Kampf gegen die Feinde Oms. Sie sind die Feldherren und größten
Krieger der Kirche Oms, der Militärische Arm des Klerus und eine nicht wegzudenkende
Säule seiner Macht. Die Inquisition ist es, welche die Reinheit des Glaubens und der
Gläubigen bewahrt, ihre Autorität ist absolut und sie sind anders als die Hornträger nicht an
die Grenzen von Domänen gebunden. Darüber hinaus sind es die Inquisitoren und ihre
Paladine, welche das Licht Oms über die Grenzen Omniens hinaus in die Welt tragen, sollten
die Missionare erfolglos bleiben oder ein Land gar gänzlich der Ketzerei anheimgefallen sein,
so das nur noch Feuer und Schwert die Menschen vor der Finsternis abseits von Oms Licht
bewahren können.
Doch zu den treuen Anhängern Om’s zählen nicht nur die Menschen. Auch andere Völker
haben Ihn als ihren Heilsbringer erkannt und die Menschen Omniens erkannten sie als Brüder
und Schwestern, vereint unter den schützenden Hörnern Om’s und der anderen Götter die ihm
Nahe sind.
Wichtige Städte und Orte
Lux Omnia
Lux Omnia ist die Hauptstadt Omniens. Dort befindet sich die große Omnische Kirche,
Hauptsitz des Imperators und Machtzentrum des Landes.
Bovilis
Bovilis ist eine große Omnische Stadt mit wichtigen Handelsbeziehungen zu den
Hügellanden. Außerdem gilt dortige Ackerburg nach dem omnischen Glauben als die Heimat
des Frommen Eoban, der dem omnischen Reich ehemals zu seiner enormen Größe verhalf,
indem er die Kraft des Glaubens an Om bewies.
Zedernbrück
Zedernbrück ist eine kleine Baronie, welche genau an der Grenze Omniens zu Relurien liegt
und deren ehemaliges Gebiet sich, unter alt-omnischer Herrschaft, in das heutige Relurien
erstreckte.
Elsdorf
Eine nieder-omnische Provinz, in der nach omnischem Glauben ein Priester einen brennen
Pflug durch die Äcker zog und so fruchtbares Land erschuf. Elsdorf ist zudem berühmt für
seine Rosen und sein Bibliothek.
In Elsdorf residiert der Ritter Jakob von Elsdorf, Vater von Jakobus von Elsdorf, Mathilda von
Elsdorf und Ottilie von Elsdorf und zudem ein Freund des Barons von Zedernbrück. Die
Geschichte des Hauses Elsdorf wird überschattet von der Geschichte von Irmgard von Elsdorf
die wegen Ketzerei auf dem Scheiterhaufen endete. Dennoch durfte der Herr von Elsdorf
seine Position behalten, indem er sich von seiner Frau lossagte und seitdem die Lehren Oms
enorm streng befolgt.
Salzhafen Salaris
Der Salzhafen Salaris ist der wichtigste Handelsposten des Omnischen Reiches, umgeben von
zwei Flüssen, der Omme und der Omnadis, welche in den Ozean der Ketten münden. Diese
Anbindung ermöglicht eine effektive Verteilung der in Salaris exportierten und importierten
Güter auf dem Seeweg.
Gebirge
Oms Hörner
Die Ruinen der Stadt Sindth sind noch heute eine beliebte Pilgerstätte und gelten als Beweis
für Oms Stärke. Der Legende nach legte Om Sindth in Schutt und Asche und schuf so die
Grundlage zur Gründung des Omnischen Reiches. Außerdem befindet sich auf Oms Hörnern
ein Bergkloster, welches als Rückzugsort besonders spiritueller Mönche dient.
Gewässer
Oms Auge
Ein kulturell bedeutender Ort für die Omnier. Dort soll Om den Ungläubigen seine Macht
demonstriert haben und zusammen mit der Flussgöttin fruchtbares Land für seine Gläubigen
geschaffen haben.
Der große Om
Ein Fluss, der die Salzstadt Salaris mit Ackerburg verbindet und schließlich in
relurisches/neu-omnisches Gebiet mündet.
Der kleine Om
Der kleine Om wird gespeist aus dem Auge Oms und fließt am Fuße von Oms Hörnern
entlang in den Ozean der Ketten. Kulturell hat er eine wichtige Bedeutung für die Omnier, da
er Oms Tränen und somit Oms grenzenloses Mitgefühl symbolisiert. Er darf nicht
verunreinigt werden. Außerdem glauben sie, dass durch den kleinen Om Oms Macht in den
Ozean der Ketten fließt und dass eben diese Macht die Großen Alten in ihrem Gefängnis
gefangen hält.
Omme
Ein Fluss zwischen Nieder-Omnien und der Salzstadt Salaris, der eine vielgenutzte
Handelsroute bildet. Er mündet in den Ozean der Ketten.
Omnadis
Der südlichste Fluss Omniens, welcher die Grenze zu Messina bildet. Eine große, von beiden
Ländern streng kontrollierte Brücke ermöglicht Handelsreisende die Überquerung des
Omnadis. Er mündet in den Ozean der Ketten.